Und nun das Wetter – live vom Eierhof

Die Sache mit der Wetterstation  auf dem Hof, wo sein Ur-Ur-Großvater Wegener noch eine Windmühle betrieben hat, war für Sebastian John eher ein klassischer Zufall. „Ich bekam das Gerät vor neun Jahren zu Weihnachten geschenkt und es hatte einen USB-Anschluss“, erinnert er sich. Dass er den zumindest probeweise an seinen Computer anschließen musste, war ja wohl klar! Langzeitaufnahme vom Eierhof © Sebastian_JohnDann war es nur noch ein winziger Schritt für die Menschheit, um das Dorf Krusemarksh

„Wir sind die selbstgebaute Variante des Freiluft-Events“

Undine Spillner
Festivalmitinitiatorin Undine Spillner muss sich für die zweite Ausgabe des „Transit“ in Klempenow noch größere Ohrenschützer für ihr Kind organisieren. Ansonsten steht alles für zwei Tage Musik im Tollensetal bereit. Foto: Ralph Schipke

Eine mittelalterliche Burg, regionales Essen und gute, vielseitige Sänger und Instrumentalisten aus Nah und Fern – viel mehr braucht ein Musik-Wochenende auf Burg Klempenow eigentlich nicht. Natürlich Zuhörer und Mittänzer. Was die am kommenden Wochenende erwartet erfuhr Ralph Schipke von Undine Spillner, „Pressetante“ und Mitorganisatorin des bereits 2. Transit-Festivals.

weiterlesen

Auf Augenhöhe mit den Zwergen

Kunst und Gartenzwerg
„Sinnbild des Spießertums oder Kunstobjekt?“ – mit dieser Frage setzen sich 23 Maler, Grafiker, Fotografen und Bildhauer in der Sommer-Ausstellung des Kunstvereins Zinnober aus Zachow bei Neubrandenburg auseinander. Superstar ist der gemeine deutsche Gartenzwerg. Foto: Ralph Schipke

„Sinnbild des Spießertums oder Kunstobjekt?“ – mit dieser Frage setzen sich 23 Maler, Grafiker, Fotografen und Bildhauer in der Sommer-Ausstellung des Kunstvereins Zinnober aus Zachow bei Neubrandenburg auseinander. Superstar ist der gemeine deutsche Gartenzwerg.

Dem „Nanus hortum vulgaris“ ist das Jahr 2013 gewidmet. Und auch eine Kunstausstellung in der Dorfkirche zu Zachow. Dem Gartenzwerg. Einer Forsa-Umfrage nach sollen immerhin fünf Millionen Deutsche die bunten Gipswichtel für eine der bedeutendsten Hervorbringungen ihres Heimatlandes halten. Spießig, fleißig und loyal – so wird der Deutsche ja oft im Ausland mit Vorurteilen bedacht. Und genau so wird auch der deutsche Gartenzwerg meist in der Kunstszene voller Vorurteile betrachtet und meist verlacht oder verachtet. Zu Unrecht? Diese Frage wollten jedenfalls die Ausstellungsinitiatoren des Zachower Kunstvereins Zinnober zur Diskussion stellen, als sie ihre Idee einer Zwergen-Vernissage in der Dorfkirche umsetzten. Entstanden war die Idee vom Zwerg bei einer Recherche zum Richard-Wagner-Jahr, erinnert sich der Maler und Grafiker Joachim Lautenschläger, der einige seiner Kollegen aufgerufen hat, sich dem Zwergen-Thema zu stellen. „Dabei entdeckte ich zufällig, dass 2013 das Jahr des Gartenzwerges ist.“ Für ihn Anlass genug, eine Konfrontation von Kunst und Kitsch zu provozieren. Nicht alle Kollegen fanden Mut oder Muße, den 1874 erfunden Ton-Wichteln ein Werk zu widmen und es der Sommer-Ausstellung in Zachow zu gesellen.

weiterlesen

Bald ist großer Bahnhof im Bahnhof

Die Dicke
„Das ist die Dicke von meinem Mann“, erzählt Sylvia Henschel lachend den Besuchern in der Galerie am Kamp.
Fotos: Ralph Schipke

Die „Kleine Galerie Teterow“ ist längst gewachsen und wird nun noch größer. Ab August bietet ihre Galeristin Kunst, Kunsthandwerk, Kaffee und eine Art-Bibliothek im Bahnhof dar.

Sylvia Henschel zieht mit der Teterower Galerie schon zum vierten Mal um. In 23 Jahren hat sich die erste Adresse für Kunst und Kultur in der Kleinstadt geändert und gewandelt und wuchs von 12 Quadratmetern auf bald 250. „Zuerst saßen wir in einem kleinen Stübchen mit Kachelofen“, erinnert sich die Galeristin an die Anfangsjahre.

weiterlesen

Vom amtlichen Öffnen einer Flasche Rotwein

Auf dem Dorf ist nur was los, wenn man selbst was los macht – das hat die Wanzkaer „Kulturschmiede“ erkannt und ein Kleinod geschaffen. Blankensee.„Hier im Dorf ist nur der Himmel weit“, sagt Renate Grau-Sobiech fast poetisch und meint einen ganz handfest-alltäglichen Zustand damit. Die Leute in Wanzka sind nah beieinander. Jeder der knapp 300 … weiterlesen

Die Kunst, leise zu spielen

Keimzeit in Neustrelitz
Norbert Leisegang
Norbert Leisegang

„Und nun: Ein Stück von Heino“, kündigt Bandchef Norbert Leisegang mit einem Augenzwinkern und breitem Grinsen an. Keimzeit möchte auch etwas für die Demokratie tun.

Geigerin Gabriele Kienast tritt ans Xylofon und die Band stimmt unter dem Beifall des Neustrelitzer Publikums „Kling Klang“ an. Keimzeits ureigenen Ohrwurm, der noch aus frühem DDR-Repertoire stammt und erst 1993 auf das Album „Bunte Scherben“ kam. Gerade stürmt der Song in der Fassung von Deutsch- und Schlager-Barde Heino die Charts. Im Gegensatz zu Heino muss sich die im Brandenburgischen heimische Band nicht neu erfinden und hat sich doch erfrischend verjüngt. Ein neues Album „Midtsommer“ ist im Vorsommer auf dem kleinen norwegischen Inselchen Giske bei Ålesund entstanden. Nun ist das „Keimzeit Akustik Quintett“ damit auf Tour.

weiterlesen