Auch Windräder brauchen manchmal Notstrom

Windrad auf der Ostsee
Windrad auf der Ostsee

„Skandalös“ – hallt es durchs Land: Da brauchen „Öko-Windmühlen“ der Nordsee-Offshore-Anlage „Riffgat“ Diesel. Doch das gab es auch schon auf der Ostsee. Bis zum Mai 2011 musste „Baltic 1“ mit Notstrom-Aggregaten versorgt werden.

Beim Offshore-Bau von Windparks scheint es zuzugehen, wie beim Märchen von Hase und Igel. Meistens ruft der Er-bauer und Betreiber: „Ick bün all dor!“ Und der Netzbetreiber – im Fall von „Baltic 1“ die Firma „50Hertz“ – hechelt hinterher. Keine Leitung, kein Strom. Die technischen Anlagen seien aber sofort dem rauen Seeklima ausgesetzt, erklärt Werner Götz. Er ist Mitglied des Vorstandes Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung beim Stuttgarter Energiekonzern EnBW. Seine Firma betreibt mit „Baltic 1“ den „ersten kommerziellen Windpark Deutschlands auf See. So ist es in der Hochglanz-Firmenbroschüre nachzulesen.

Doch so lange sich die 21 Rotoren nicht drehten, weil noch kein Strom durch die „50Hertz“-Leitungen an Land transportiert werden konnte, musste auch draußen auf der Ostsee Diesel „verpulvert“ werden, um die Lebensfunktionen der teuren Anlagen aufrecht zu erhalten. „In solchen Ausnahmesituationen ist Diesel-Notstrom nichts besonderes“, erklärt EnBW-Vorstand Götz.

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Das Geld im Dorfe lassen

Weltmarktpreise für Öl und Gas machen ihnen keine Furcht vor der Zukunft. „Energiewende“ ist für die Bollewicker und ihren Bürgermeister kein Reizwort. Hier wird sie einfach gemacht – von unten.

Bioenergiedorf
So kann sich ein Dorf selbst mit Energie versorgen und überschüssigen Strom noch verkaufen oder mit der Wärme eine ortsansässige Produktion unterstützen. Bürgermeister Bertold Meyer betrachtet seine Region als „Garten der Metropolen“. In ihm sollen Lebensmittel für Hamburg, Berlin oder Stettin wachsen und produziert werden. Oder in Zukunft auch Strom. Zum Vergrößeren des Bildes klicken!             Grafik: Nordkurier / C. Preß

Während in Schwerin und Berlin über die Energiewende und ihre Kosten geredet und geklagt wird, ist sie in einem wehrhaften Dörfchen nahe der Müritz schon fast vollzogen. Von unten! So jedenfalls sieht es Bürgermeister Bertold Meyer, der heute offiziell ein Bioenergie-Wärmenetz für sein Dorf in Betrieb setzt.

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Sparsames Mistkratzen mit dem „Maulwurf“

Beim Befördern von Mist Energie sparen – das klingt schon „abgefahren“. Ein Erfinder von der Müritz hat ein Patent angemeldet, das unermüdlich tonnenweise Schüttgut passend dosiert und energiesparend transportieren kann. Mit seinem neuen Patent will ein Unternehmer von der Müritz Energie sparen und den Verschleiß an Fördermaschinen eindämmen. Mehr über den Erfinder, Unternehmer, Um-die-Ecke-Denker Hellmuth-Hans Kranemann>> … weiterlesen

Bürgerforum Energie wenig energiegeladen

Gerade verkündete der Bundesumweltminister, wie heftig Strompreise steigen werden, um die Energiewende zu finanzieren. Der richtige Zeitpunkt, im Neustrelitzer Leea über Energiepolitik zu diskutieren. Es ist die richtige Zeit und der richtige Ort: Ins neue Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) hatten die Neustrelitzer Stadtwerke und der Energieausschuss des Landtages eingeladen, um über Energiewende, Strompreise oder … weiterlesen