Wunder bleiben unberechenbar

Die Graffiti von Ines Diederich sind „Bio“ und müssen darum erst langsam wachsen, wie das in der Natur nun mal ist. Dafür halten die grünen Schriftzüge oder kunstvollen Ornamente auf Beton oder Keramik lange.
Im Atelier in Vogelsang entstehen gerade neue Tongefäße, die den Nestern afrikanischer Webervögel oder wilden Bienenstöcken ähneln. Sind die im Ofen gebrannt, wird die raue Oberfläche der Objekte aus Ton später mit Moos bewuchert. Kunstobjekte aus der Hand der Bildhauerin werden so naturalisiert.

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Die Welt hört nicht vorm Dorf auf. Hier fängt sie doch erst an!

An diesem Küchentisch werden die richtigen Fragen gestellt. Die wichtigste darunter lautet: Wie wollen wir leben?
Dabei kann ein banales Verkehrsschild am Ortseingang mit der gleichen Ernsthaftigkeit betrachtet werden wie der unermüdliche Protest gegen die Massentierhaltung am Horizont in Europas größter Ferkelfabrik, die Ausübung echter und direkter Demokratie im Dorf oder der nachhaltige Sinn oder Unsinn einer neuen Straßenbeleuchtung.

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Weltgeschichte in stiller Landschaft

Wenn in Südamerika eine reichliche Sojaernte eingefahren wird, hat das auch Auswirkungen auf den Rapsanbau in Vorpommern. So sieht es auch der Schwichtenberger Landwirt Peter-Heinrich Rabe. Und deshalb beobachtet er die Globalisierung und die Feldwirtschaft in der Ferne ziemlich intensiv. Gleichzeitig bestellt er seine Äcker fast so, wie es die Familie an unterschiedlichen Orten seit Generationen getan hat, heute noch tut und hoffentlich weiter tun wird.

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Und nun das Wetter – live vom Eierhof

Die Sache mit der Wetterstation  auf dem Hof, wo sein Ur-Ur-Großvater Wegener noch eine Windmühle betrieben hat, war für Sebastian John eher ein klassischer Zufall. „Ich bekam das Gerät vor neun Jahren zu Weihnachten geschenkt und es hatte einen USB-Anschluss“, erinnert er sich. Dass er den zumindest probeweise an seinen Computer anschließen musste, war ja wohl klar! Langzeitaufnahme vom Eierhof © Sebastian_JohnDann war es nur noch ein winziger Schritt für die Menschheit, um das Dorf Krusemarksh

„Wolfsjagd“: Mit Opinel und Kamera

Meister Isegrim sorgt für Märchen und Sagen und auch immer wieder für Schlagzeilen. Selbst wenn er gar nicht da ist. Ein Waldspaziergang ohne Wolf, dafür mit einer guten Pilzausbeute ist das Ergebnis der Pirsch entlang der Landesgrenze zu Brandenburg.

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Traum vom Fliegen – ins Weltall

Sommer-Wetter und „SpaceWeather“ interessieren junge Studierende aus Europa, Südafrika und Nordamerika beim Summer-Camp am DLRNeustrelitz. Neustrelitz. Zur internationalen Raumstation ISS würde Robert Hieks schon gern einst fliegen. Seine Kollegin Nele-Charlotte Neddermann ebenso. Er studiert in Huntsville/Alabama Aerospace engineering. Die junge Münsteranerin hat an ihrer Uni Geophysik belegt. In den vergangenen Tagen allerdings befassten sich die … weiterlesen

Lebensnetze neu geknüpft

Markus Gastl
Markus Gastl Foto: Verlag Dr. Friedrich Pfeil

Wo andere Gärtner säckeweise Muttererde zu schnurgeraden Beeten modellieren, bringt Markus Gastl Ziegelbruch und Bauschutt aus. In seinem 7000 Quadratmeter großen „Hortus Insectorum“ (Garten der Insekten) hat er ein Ziel: Heimischen Pflanzen und Tieren, die zu verschwinden drohen oder bereits weitgehend aus „grünen“ Nutzgarten-Höllen vertrieben wurden, wieder Raum zu geben. Er wollte die natürlichen Lebensnetze zwischen Pflanzen und Tieren neu knüpfen.

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Hornissen sind ganz friedliche „Brummer“

Hornissennest
Hornissennest

Hornissen sind ziemlich dicke „Brummer“. Viele Menschen haben Angst vor ihnen. Kein Wunder, schließlich sind Hornissen deutlich größer als ihre fliegenden Verwandten – die Wespen. Doch eigentlich muss niemand vor den schwarz-gelb gestreiften Insekten Angst haben. Denn den Hornissen – die von Wissenschaftlern Vespa Carbo genannt werden – wird so manches nachgesagt, was gar nicht stimmt. Böse und aggressiv sollen sie sein und sich mit ihrem giftigen Stachel auf alles stürzen, was ihnen in die Quere kommt.

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Auch Windräder brauchen manchmal Notstrom

Windrad auf der Ostsee
Windrad auf der Ostsee

„Skandalös“ – hallt es durchs Land: Da brauchen „Öko-Windmühlen“ der Nordsee-Offshore-Anlage „Riffgat“ Diesel. Doch das gab es auch schon auf der Ostsee. Bis zum Mai 2011 musste „Baltic 1“ mit Notstrom-Aggregaten versorgt werden.

Beim Offshore-Bau von Windparks scheint es zuzugehen, wie beim Märchen von Hase und Igel. Meistens ruft der Er-bauer und Betreiber: „Ick bün all dor!“ Und der Netzbetreiber – im Fall von „Baltic 1“ die Firma „50Hertz“ – hechelt hinterher. Keine Leitung, kein Strom. Die technischen Anlagen seien aber sofort dem rauen Seeklima ausgesetzt, erklärt Werner Götz. Er ist Mitglied des Vorstandes Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung beim Stuttgarter Energiekonzern EnBW. Seine Firma betreibt mit „Baltic 1“ den „ersten kommerziellen Windpark Deutschlands auf See. So ist es in der Hochglanz-Firmenbroschüre nachzulesen.

Doch so lange sich die 21 Rotoren nicht drehten, weil noch kein Strom durch die „50Hertz“-Leitungen an Land transportiert werden konnte, musste auch draußen auf der Ostsee Diesel „verpulvert“ werden, um die Lebensfunktionen der teuren Anlagen aufrecht zu erhalten. „In solchen Ausnahmesituationen ist Diesel-Notstrom nichts besonderes“, erklärt EnBW-Vorstand Götz.

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