Einen Romanknoten im Gewitterzimmer geknüpft

Eine Künstlerin aus Österreich sucht auf einem beschwerlichen Fußmarsch quer durch den Osten Deutschlands Requisiten für ein spannendes Kunstprojekt aus Zeichnungen und Texten. Auf einer Etappe durch die Seenplatte durfte ich sie begleiten und konnte eine andere, neue Sicht auf eine unsere alltägliche Welt gewinnen.

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Wunder bleiben unberechenbar

Die Graffiti von Ines Diederich sind „Bio“ und müssen darum erst langsam wachsen, wie das in der Natur nun mal ist. Dafür halten die grünen Schriftzüge oder kunstvollen Ornamente auf Beton oder Keramik lange.
Im Atelier in Vogelsang entstehen gerade neue Tongefäße, die den Nestern afrikanischer Webervögel oder wilden Bienenstöcken ähneln. Sind die im Ofen gebrannt, wird die raue Oberfläche der Objekte aus Ton später mit Moos bewuchert. Kunstobjekte aus der Hand der Bildhauerin werden so naturalisiert.

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Die Welt hört nicht vorm Dorf auf. Hier fängt sie doch erst an!

An diesem Küchentisch werden die richtigen Fragen gestellt. Die wichtigste darunter lautet: Wie wollen wir leben?
Dabei kann ein banales Verkehrsschild am Ortseingang mit der gleichen Ernsthaftigkeit betrachtet werden wie der unermüdliche Protest gegen die Massentierhaltung am Horizont in Europas größter Ferkelfabrik, die Ausübung echter und direkter Demokratie im Dorf oder der nachhaltige Sinn oder Unsinn einer neuen Straßenbeleuchtung.

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11 Freunde vom Dorfanger

Ohne das runde Leder ginge der Bekanntheitsgrad dieses Dorfes gegen Null. Und einer von den 11 Freunden hat es sogar auf den internationalen Rasen geschafft – mindestens bis an die Außenlinie.

„Präsi“ Andreas Gehrmann hat gute Laune, auch wenn seine Spitzen-Mannschaft zu Ostern verloren hat. Nach dem Spiel…. Bei Facebook postet SV Traktor Pentz selbstkritisch: „Mit einer deftigen 0:3 Niederlage im Gepäck traten die Fußballer des SV Traktor Pentz die Rückfahrt aus Pasewalk an. Pentz hatte sich vorgenommen auch in diesem Auswärtsspiel zu punkten. Dieses Vorhaben ging in Pasewalk gründlich daneben. Von Beginn an zeichnete sich ab, dass es für Pentz sehr schwer werden würde. Auf dem ,Kleinfeldkunstrasen‘ in Pasewalk fand Traktor Pentz keine Bindung zum Spiel.“

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„Wolfsjagd“: Mit Opinel und Kamera

Meister Isegrim sorgt für Märchen und Sagen und auch immer wieder für Schlagzeilen. Selbst wenn er gar nicht da ist. Ein Waldspaziergang ohne Wolf, dafür mit einer guten Pilzausbeute ist das Ergebnis der Pirsch entlang der Landesgrenze zu Brandenburg.

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Soundtrack wird einfach vom Publikum gesungen

Warum nicht eine schnöde Häuserwand zur Kino-Leinwand werden lassen? Mit der so simplen wie wunderbaren Idee, Film und Stadt zu verbinden, startete die DokART 2014 fürs Neubrandenburger Publikum. Mit dem Gesang klappt es anfangs noch nicht so. Aber dann – auf dem Marktplatz – stimmt der kabarettistischen Stadtführer, ganz in der Tradition von Gotthilf Fischers berühmten Massenchor an: „Ich geh‘ mit meiner Laterne…“

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Gefahr geht von Kunst aus: „Risiko“-Abwägung vom Feuerwehrmann angestoßen

Konzeptkünstler Holger Stark vor seinem Werk
Konzeptkünstlers Holger Stark

In der Kunst kann es sein, der Betrachter bekommt auf schlichte Fragen, komplexe Antworten. So auch bei einem Podium in Neubrandenburg über die insbesondere brandschutztechnisch umstrittene Installation „Risiko“ des Rostocker Konzeptkünstlers Holger Stark.

Immerhin war es diesmal nicht ein beflissener Hausmeister sondern ein besonders akkurater Feuerwehrhauptmann und Brandschutzbeauftragter, der eine Diskussion über Kunst und Risiko entfachte. Kurz zur Erinnerung: 1986 entfernte ein „guter Geist“ aus der Düsseldorfer Kunstakademie fünf Kilo Butter, die der berühmte Aktionskünstler Josef Beys an die Decke seines Ateliers angebracht und zum Kunstwerk deklariert hatte. Das Land Nordrhein-Westfalen zahlte an ihn in einem Vergleich am Ende 40.000 DM Schadensersatz für den damit justitiablen Kunstfrevel.

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Kurz vor Mitternacht sorgte Nosferatu für Gänsehaut

Elf Jahre dauerte es, bis sich der Südwestkirchhof Stahnsdorf erneut zu einer grandiosen Kulisse für Kunst und Kultur verwandelte. Vereine und Künstler aus Berlin und Brandenburg gestalteten eine der ungewöhnlichsten Veranstaltungsnächte zwischen Gräbern. Das Technische Hilfswerk (THW) leuchtete alles genial und imposant aus.

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