Wie man sein schönes Leben nicht gelegentlich gegen die Wand fährt

Martin Kolbe
Martin Kolbe Foto: ©Manfred Pollert
Die Bipolar Roadshow versteht sich als Aufklärung und Anti-Stigma-Projekt. Drei betroffene Künstler singen und lesen selbstbewusst und offen über ihre Erkrankung. Vom Gitarristen Martin Kolbe erfuhr Ralph Schipke, was da auf das Publikum zurollt.

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Plattenbosse treffen Edelpenner

Der Titel des mit dem Platten-Groß-Label „Universal Music“ zusammen gemachten Albums „Eine Revolution ist viel zu wenig“. Kapital trifft Systemaussteiger, beziehungsweise „Edelpenner“. Das kann ja heiter werden. Vor wenigen Tagen haben Elias Gottstein und Luis Zielke ihre spontane Release-Party Nahe der Volksbühne in Berlin im Polizeiwagen verlassen müssen. Überrascht hat es kaum. Die Fans wollten Zugaben, die Anwohner schlafen. Dass die Ordnungshüter zu ihren Fans gehören, bei vielen spontanen Muggen anrücken und den Strom ziehen, das Publikum vertreiben und weder eine Auftrittsgenehmigung noch Meldeadressen vorfinden, gehört zum Ritual, zur Dramaturgie des Duos „Guaia Guaia“.

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Kurz vor Mitternacht sorgte Nosferatu für Gänsehaut

Elf Jahre dauerte es, bis sich der Südwestkirchhof Stahnsdorf erneut zu einer grandiosen Kulisse für Kunst und Kultur verwandelte. Vereine und Künstler aus Berlin und Brandenburg gestalteten eine der ungewöhnlichsten Veranstaltungsnächte zwischen Gräbern. Das Technische Hilfswerk (THW) leuchtete alles genial und imposant aus.

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Was ist wichtiger: Auto oder Benzin

Jasper van't Hof (c) Jaro Media
Jasper van’t Hof (c) Jaro Media

Heiß und scharf sollte die Eröffnung des 23. Neubrandenburger Jazzfrühlings ausfallen. Welche musikalischen Zutaten seine Band Pili Pili mit in der Konzertkirche dabei hat, wollte Ralph Schipke vom niederländischen Jazz-Pianisten und Keyboarder Jasper van ‘t Hof wissen.

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„Wir waren und sind ja keine Polit-Rock-Band“

Silly und Anna Loos
Silly und Anna Loos

Die Band in der Besetzung Anna Loos, Ritchie Barton, Uwe Hassbecker und Jäcki Reznicek bringt ihr zweites Album „Kopf an Kopf“ heraus und geht mit neuen und alten Stücken auf Tour. Unser Mitarbeiter Ralph Schipke sprach mit den vier Künstlern über ihre Arbeit.

Die erfolgreichsten Silly-Alben kamen immer ziemlich genau auf den Punkt: „Februar“ in die Endzeit-Argonie der DDR, mit „Hurensöhne“ war der „Wende-Blues“ überwunden, und neues Selbstbewusstsein entstand im Osten der Republik. Mit „Alles Rot“ hat sich die Band mit neuer Sängerin neu erfunden. Welchen Meilenstein wollt ihr mit „Kopf an Kopf“ setzen?
Uwe: Wir können leider die Zeitmaschine jetzt nicht anwerfen: Die aufgezählten Wegpunkte waren ja alle erst in der Rückschau feststellbar. Ich glaube nicht, dass es irgendjemand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung so erkannt hat. Lass uns abwarten, was mit diesem Album passiert.

Anna: Obwohl keiner eine Zeitmaschine hatte, ist speziell auf „Februar“ und „Hurensöhne“ die Stimmung, die im Land herrschte, auf dem Album wiederzufinden. Auch der Neubeginn der Jungs mit mir lag in der Band drin. Die Jungs hatten zehn Jahre keine Silly-Platte gemacht. Ich vor „Alles Rot“ noch nie ein komplettes Album. Wenn wir eine Idee haben, was in „Kopf an Kopf“ stecken könnte, ist es aus meiner Warte das Silly-Album in der neuen Konstellation mit mir als Sängerin, wo der Ball richtig rollt. Wir sind als Band in den letzten sieben Jahren ganz eng zusammengewachsen.

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Kein Gespenst geht mehr in der Mitropa um

Silly Album-Cover
Silly: Kopf an Kopf

Vorweg gesagt sei: Wir sind oft besonders kritisch, wenn es um Sachen und Leute geht, die wir besonders mögen. Silly gehört dazu. Mit ihrer Musik verbindet sich so viel. Da wird ein neues Album voller Ungeduld erwartet. Das vorhergehende „Alles Rot“ war ein ziemlich großer Wurf. Die Band hatte sich wieder neu erfunden. Dank Anna Loos konnte es musikalisch auch auf den Bühnen des Landes weitergehen mit dieser Band. Ihre Stimme war neu und stark. Und doch keine Blaupause von Tamara Danz, die bis zu ihrem zu frühen Tod Silly Gesicht und Stimme und Richtung gegeben hatte. Auch die neuen Texte vom alten Werner Karma gaben der Band zurück, was längst verloren geglaubt war.

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Absicht und Thema – kein Sturm in a teapot

Bob Dylan (2008)
Auf dem Foto: Bob Dylan 2008 mit 67 Jahren. Lange habe ich überlegt, womit ich mein ganz persönliches Blog starten könnte… © Foto: SONY BMG

Lange habe ich überlegt, womit ich mein ganz persönliches Blog starten könnte. Und heute ist mir dann das Thema vor die Füße gefallen. Der Meister veröffentlicht am 50 Jahrestag nach seinem Bühnenstart ein neues Album. Ja, ja – ich höre jetzt das virtuelle Stöhnen vieler meiner Freunde und der Familie.

Öhhhhhhhhh – schon wieder Bob Dylan.

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