Einen Romanknoten im Gewitterzimmer geknüpft

Eine Künstlerin aus Österreich sucht auf einem beschwerlichen Fußmarsch quer durch den Osten Deutschlands Requisiten für ein spannendes Kunstprojekt aus Zeichnungen und Texten. Auf einer Etappe durch die Seenplatte durfte ich sie begleiten und konnte eine andere, neue Sicht auf eine unsere alltägliche Welt gewinnen.

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Wunder bleiben unberechenbar

Die Graffiti von Ines Diederich sind „Bio“ und müssen darum erst langsam wachsen, wie das in der Natur nun mal ist. Dafür halten die grünen Schriftzüge oder kunstvollen Ornamente auf Beton oder Keramik lange.
Im Atelier in Vogelsang entstehen gerade neue Tongefäße, die den Nestern afrikanischer Webervögel oder wilden Bienenstöcken ähneln. Sind die im Ofen gebrannt, wird die raue Oberfläche der Objekte aus Ton später mit Moos bewuchert. Kunstobjekte aus der Hand der Bildhauerin werden so naturalisiert.

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Die Welt hört nicht vorm Dorf auf. Hier fängt sie doch erst an!

An diesem Küchentisch werden die richtigen Fragen gestellt. Die wichtigste darunter lautet: Wie wollen wir leben?
Dabei kann ein banales Verkehrsschild am Ortseingang mit der gleichen Ernsthaftigkeit betrachtet werden wie der unermüdliche Protest gegen die Massentierhaltung am Horizont in Europas größter Ferkelfabrik, die Ausübung echter und direkter Demokratie im Dorf oder der nachhaltige Sinn oder Unsinn einer neuen Straßenbeleuchtung.

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Weltgeschichte in stiller Landschaft

Wenn in Südamerika eine reichliche Sojaernte eingefahren wird, hat das auch Auswirkungen auf den Rapsanbau in Vorpommern. So sieht es auch der Schwichtenberger Landwirt Peter-Heinrich Rabe. Und deshalb beobachtet er die Globalisierung und die Feldwirtschaft in der Ferne ziemlich intensiv. Gleichzeitig bestellt er seine Äcker fast so, wie es die Familie an unterschiedlichen Orten seit Generationen getan hat, heute noch tut und hoffentlich weiter tun wird.

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Plattenbosse treffen Edelpenner

Der Titel des mit dem Platten-Groß-Label „Universal Music“ zusammen gemachten Albums „Eine Revolution ist viel zu wenig“. Kapital trifft Systemaussteiger, beziehungsweise „Edelpenner“. Das kann ja heiter werden. Vor wenigen Tagen haben Elias Gottstein und Luis Zielke ihre spontane Release-Party Nahe der Volksbühne in Berlin im Polizeiwagen verlassen müssen. Überrascht hat es kaum. Die Fans wollten Zugaben, die Anwohner schlafen. Dass die Ordnungshüter zu ihren Fans gehören, bei vielen spontanen Muggen anrücken und den Strom ziehen, das Publikum vertreiben und weder eine Auftrittsgenehmigung noch Meldeadressen vorfinden, gehört zum Ritual, zur Dramaturgie des Duos „Guaia Guaia“.

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Und nun das Wetter – live vom Eierhof

Die Sache mit der Wetterstation  auf dem Hof, wo sein Ur-Ur-Großvater Wegener noch eine Windmühle betrieben hat, war für Sebastian John eher ein klassischer Zufall. „Ich bekam das Gerät vor neun Jahren zu Weihnachten geschenkt und es hatte einen USB-Anschluss“, erinnert er sich. Dass er den zumindest probeweise an seinen Computer anschließen musste, war ja wohl klar! Langzeitaufnahme vom Eierhof © Sebastian_JohnDann war es nur noch ein winziger Schritt für die Menschheit, um das Dorf Krusemarksh

„Wolfsjagd“: Mit Opinel und Kamera

Meister Isegrim sorgt für Märchen und Sagen und auch immer wieder für Schlagzeilen. Selbst wenn er gar nicht da ist. Ein Waldspaziergang ohne Wolf, dafür mit einer guten Pilzausbeute ist das Ergebnis der Pirsch entlang der Landesgrenze zu Brandenburg.

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„Wir sind die selbstgebaute Variante des Freiluft-Events“

Undine Spillner
Festivalmitinitiatorin Undine Spillner muss sich für die zweite Ausgabe des „Transit“ in Klempenow noch größere Ohrenschützer für ihr Kind organisieren. Ansonsten steht alles für zwei Tage Musik im Tollensetal bereit. Foto: Ralph Schipke

Eine mittelalterliche Burg, regionales Essen und gute, vielseitige Sänger und Instrumentalisten aus Nah und Fern – viel mehr braucht ein Musik-Wochenende auf Burg Klempenow eigentlich nicht. Natürlich Zuhörer und Mittänzer. Was die am kommenden Wochenende erwartet erfuhr Ralph Schipke von Undine Spillner, „Pressetante“ und Mitorganisatorin des bereits 2. Transit-Festivals.

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Ein Spinnrad in echt und mehr Geschichte zum Anfassen

Nicole Kaiser (Mitte) von den „wild wurzeln“ spinnt. Und zeigt den Kindern gern, wie diese alte Handwerkskunst geht.
Nicole Kaiser (Mitte) von den „wild wurzeln“ spinnt. Und zeigt den Kindern gern, wie diese alte Handwerkskunst geht.

Einige Jahre war das Slawendorf in der Ortsmitte von Passentin in einen tiefen Dornröschenschlaf versunken. Geschichts- und Natur- Enthusiasten aus Berlin und Neubrandenburg haben am Ostermontag damit begonnen, dem Ort neues Leben einzuhauchen.

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