Meinung 1: Der Klima- Plumpsack geht um

„Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!“, soll der ewig-melancholische Komiker Karl Valentin einst gegrantelt haben. Mit ähnlichen Gedanken im Kopf dürften Wissenschaftler, Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und von Regierungen aus aller Welt nach Doha an den Persischen Golf gereist sein, um einmal mehr die Welt zu retten. Das wird immer schwerer. … weiterlesen

DDR-Geschichte auf Amerikanisch

Es ist eine ganz andere Akte als sonst üblich: Zwei hauen über die Grenze ab und einer bleibt zurück und kommt dafür in den Knast. Und ein Amerikaner will wissen, warum und was aus dem Dritten geworden ist.

"Jonny und die Grenzsoldaten"
Treffen auf der Burg Stargard: Kurz vor der Premiere ihres Filmes kommen der Burg Stargarder Roland Renk (l.) und der „Cowboy aus dem Wendland“ John F. Workman zusammen.  Foto: Ralph Schipke

 

Es muss kalt gewesen sein in dieser Januarnacht 1970. So um die minus fünf Grad und Schnee lag entlang der Elbe in Niedersachsen im Westen und im Bezirk Schwerin im Osten. Auf der Elbe Packeis. Und da sitzen drei junge Männer am Ostufer auf einem Beobachtungsturm und spinnen rum. Das hellerleuchtete Haus da drüben, am anderen Ufer. Immer brennt dort Licht. Tag und Nacht. „Da müsste man mal hin“, sagt Bühnemann plötzlich, „zu dem Ami-Puff“. Der EK (Entlassungskandiat – Soldat kurz vor Ende des Wehrdienstes) ist der Postenführer der drei DDR-Grenzer. Und Straßburg hat er schnell auf seiner Seite. Nur Roland Renk kann und will solche Gedanken nicht denken. Abhauen. Übers Packeis. Das ist doch lebensgefährlicher Mist. Und es gäbe kein zurück. Niemals. Der Burg Stargarder hat doch niemanden im Westen. Was soll er da. Nur um mal zu gucken, ob da ein Puff oder wer weiß was ist oben auf dem Elbhang. Nee. Das macht er nicht.  Aber die beiden Kumpel sind plötzlich fest entschlossen. „Na dann fesselt mich und haut mir eine rüber“, sagt er. Sonst müsste er den beiden hinterherschießen. Das ist ihm sofort klar. Und das will er auch nicht.

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Filme zwischen den Stühlen

Wahrscheinlich keiner kennt das Programm der 21. dokumentART so wie Regisseur und Schauspieler Jörg Foth. Der Berliner ist Mitglied der deutsch-polnischen Programm-Kommission für die Dokumentarfilmschau, die am 16. November in Neubrandenburg startet. Für den Nordkurier wollte ich von dem Filmemacher wissen, welche Überraschungen das Publikum in diesem Jahr erwarten. Mehr lesen!

Mit Süßigkeiten zum Dessert die Koch-Kerle abgehängt

„Man muss sich durchkämpfen in der Küche als Frau!“, sagt die Vize-Siegerin des 18. CITTI-Pokals für Nachwuchsköche.  Da weiß Christina Wörmann noch nicht, dass sie vor allem mit ihrem „Parfait von Waldbeeren an Pflaumen-Mandelsalat und warmen Schokoküchlein“ gepunktet hat und an diesem Abend zweite Siegerin unter den acht Jungköchen wird.  Sie ist Koch-Azubi im Maritim … weiterlesen

Bei Onkel Willi gab es ein Motivationseis

dokART by Night
DokArt-Team
Das neue und junge Organisationsteam des 21. Filmfestes DokumentART hat sein zentrales aber zeitweises Hauptquartier in der Neubrandenburger Turmstraße. Bis kurz vor die Eröffnung des europäischen Dokumentarfilm-Festivals am 16. November 2012 werden hier alle Fäden bei der Vorbereitung zusammenlaufen. Bereits seit einigen Wochen kümmern sich Magdalena Krokowski um den zweisprachigen Katalog des Festivals. Caroline Walke ist im zweiten Jahr als Festivalleiterin dabei. Franziska Janetzky hat für Organisation des Festivalbüros angeheuert und Anna Bartholdy kümmert sich um die Rundumbetreuung der Gäste. Der Neubrandenburger Abiturient Felix Schwarzbach ist Praktikant bei der diesjährigen DokumentART. (v.l.n.r.)
Foto: Ralph Schipke

Franziska Janetzky (auf dem Foto ganz hinten)  ist in Neubrandenburg geboren und entdeckt nun die Stadt ihrer frühen Kindheit neu. Außerdem ist die Theaterwissenschaftlerin bei der DokumentART im Org-Büro für die Vorbereitung des Filmfestes in Neubrandenburg mit verantwortlich.

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Bürgerforum Energie wenig energiegeladen

Gerade verkündete der Bundesumweltminister, wie heftig Strompreise steigen werden, um die Energiewende zu finanzieren. Der richtige Zeitpunkt, im Neustrelitzer Leea über Energiepolitik zu diskutieren. Es ist die richtige Zeit und der richtige Ort: Ins neue Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) hatten die Neustrelitzer Stadtwerke und der Energieausschuss des Landtages eingeladen, um über Energiewende, Strompreise oder … weiterlesen

Sprachhudelei 1

Urinente
Das hat doch noch Zeit.

Es war eigentlich klar, dass hier sehr schnell etwas mit Sprache passieren würde. Seit Bastian Sicks Zwiebelfisch-Kolumne bei Spiegel Online und seinen Büchern – angefangen mit Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod – läuft der Spiegel-Journalist  Wolf Schneider den Rang ab, der langjährig die Aufgabe des  inquisitorischen Sprachpapstes inne hatte.  Außerdem ist heutzutage Sprachpflege und Wortrettung fasst schon so populär wie whale watching (Wale guggen) oder Vegetarismus.  😉

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Absicht und Thema – kein Sturm in a teapot

Bob Dylan (2008)
Auf dem Foto: Bob Dylan 2008 mit 67 Jahren. Lange habe ich überlegt, womit ich mein ganz persönliches Blog starten könnte… © Foto: SONY BMG

Lange habe ich überlegt, womit ich mein ganz persönliches Blog starten könnte. Und heute ist mir dann das Thema vor die Füße gefallen. Der Meister veröffentlicht am 50 Jahrestag nach seinem Bühnenstart ein neues Album. Ja, ja – ich höre jetzt das virtuelle Stöhnen vieler meiner Freunde und der Familie.

Öhhhhhhhhh – schon wieder Bob Dylan.

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