Mit dem Fahrrad zum „Latücht“

Eine neue Festivalleiterin der dokumentART erobert die Stadt der Vier Tore mit frischen Ideen, sehr viel Charme und tritt zünftig niederländisch in die Pedale. „Ich besitze keinen Wohnwagen, mag keine Tulpen. Und die holländische Fußballmannschaft finde ich bei dieser WM 2014 ganz okay.“ Kurz und bündig hakt die neue Festivalchefin der 23. Neubrandenburger dokumentART, Heleen Gerritsen, fast alle Klischees über ihr Heimatland ab.
Neben einigen inhaltlichen Neuerungen für das Festival hat die

Fast ohne Trennungsschmerz

Für die 23. dokumentART im Oktober wird nur noch Neubrandenburg als Austragungsort angegeben. Aber in der polnischen Metropole Szczecin flimmern Ende September ebenfalls Dokumentarfilme aus ganz Europa über die Leinwände der Stadt. Von Bartosz Wójcik (Foto), der im Vorjahr noch gleichberechtigt an der Seite der deutschen Festivalchefin die dokumentART eröffnete, wollte Ralph Schipke wissen, was es mit „SEFF“ demnächst jenseits der Grenze auf sich hat.

weiterlesen

Gefahr geht von Kunst aus: „Risiko“-Abwägung vom Feuerwehrmann angestoßen

Konzeptkünstler Holger Stark vor seinem Werk
Konzeptkünstlers Holger Stark

In der Kunst kann es sein, der Betrachter bekommt auf schlichte Fragen, komplexe Antworten. So auch bei einem Podium in Neubrandenburg über die insbesondere brandschutztechnisch umstrittene Installation „Risiko“ des Rostocker Konzeptkünstlers Holger Stark.

Immerhin war es diesmal nicht ein beflissener Hausmeister sondern ein besonders akkurater Feuerwehrhauptmann und Brandschutzbeauftragter, der eine Diskussion über Kunst und Risiko entfachte. Kurz zur Erinnerung: 1986 entfernte ein „guter Geist“ aus der Düsseldorfer Kunstakademie fünf Kilo Butter, die der berühmte Aktionskünstler Josef Beys an die Decke seines Ateliers angebracht und zum Kunstwerk deklariert hatte. Das Land Nordrhein-Westfalen zahlte an ihn in einem Vergleich am Ende 40.000 DM Schadensersatz für den damit justitiablen Kunstfrevel.

weiterlesen

Kurz vor Mitternacht sorgte Nosferatu für Gänsehaut

Elf Jahre dauerte es, bis sich der Südwestkirchhof Stahnsdorf erneut zu einer grandiosen Kulisse für Kunst und Kultur verwandelte. Vereine und Künstler aus Berlin und Brandenburg gestalteten eine der ungewöhnlichsten Veranstaltungsnächte zwischen Gräbern. Das Technische Hilfswerk (THW) leuchtete alles genial und imposant aus.

weiterlesen

Traum vom Fliegen – ins Weltall

Sommer-Wetter und „SpaceWeather“ interessieren junge Studierende aus Europa, Südafrika und Nordamerika beim Summer-Camp am DLRNeustrelitz. Neustrelitz. Zur internationalen Raumstation ISS würde Robert Hieks schon gern einst fliegen. Seine Kollegin Nele-Charlotte Neddermann ebenso. Er studiert in Huntsville/Alabama Aerospace engineering. Die junge Münsteranerin hat an ihrer Uni Geophysik belegt. In den vergangenen Tagen allerdings befassten sich die … weiterlesen

„Wir sind die selbstgebaute Variante des Freiluft-Events“

Undine Spillner
Festivalmitinitiatorin Undine Spillner muss sich für die zweite Ausgabe des „Transit“ in Klempenow noch größere Ohrenschützer für ihr Kind organisieren. Ansonsten steht alles für zwei Tage Musik im Tollensetal bereit. Foto: Ralph Schipke

Eine mittelalterliche Burg, regionales Essen und gute, vielseitige Sänger und Instrumentalisten aus Nah und Fern – viel mehr braucht ein Musik-Wochenende auf Burg Klempenow eigentlich nicht. Natürlich Zuhörer und Mittänzer. Was die am kommenden Wochenende erwartet erfuhr Ralph Schipke von Undine Spillner, „Pressetante“ und Mitorganisatorin des bereits 2. Transit-Festivals.

weiterlesen

„Ob mein Kontostand vor einem Monat mitgelesen wurde, kann keiner mehr sagen“

HeartbleedEs klingt nach digitaler Apokalypse, liest man die Meldungen der letzten Tage aus der schönen neuen Internet-Welt. Die nächste Stufe der Bedrohung geistert unter dem Namen „Heartbleed“ durch Netz und Medien. Wie sehr die so lyrisch benannte technische Sicherheitslücke den „kleinen Mann“ vorm Bildschirm betrifft, wollte Ralph Schipke von Dr.-Ing. Thomas Mundt, vom Lehrstuhl für Informations- und Kommunikationsdienste an der Uni Rostock wissen.

weiterlesen

Die Welt mogelt sich so durch

Weltuntergang in Anklam
Weltuntergang in Anklam. Foto: Theater
In schöner Regelmäßigkeit wird der „Weltuntergang“ heraufbeschworen. Mal sollen ihn die Mayas vorausgesagt haben. Mal wird der Termin zwischen den Zeilen der Bibel gelesen. In Anklam findet er – wenigstens auf der Bühne – am kommenden Sonnabend statt. Warum Wolfgang Bordel gerade dieses Stück des Österreichers Jura Soyfer (geboren 1912, gestorben am 16. Februar 1939 im KZ Buchenwald) inszeniert und warum er nicht den 1. April oder besser noch den 31. Mai als Premierendatum wählte, fragte Ralph Schipke den Intendanten der Vorpommerschen Landesbühne.

weiterlesen

Was ist wichtiger: Auto oder Benzin

Jasper van't Hof (c) Jaro Media
Jasper van’t Hof (c) Jaro Media

Heiß und scharf sollte die Eröffnung des 23. Neubrandenburger Jazzfrühlings ausfallen. Welche musikalischen Zutaten seine Band Pili Pili mit in der Konzertkirche dabei hat, wollte Ralph Schipke vom niederländischen Jazz-Pianisten und Keyboarder Jasper van ‘t Hof wissen.

weiterlesen